Ein halbes Jahr Ev. Kirchengemeinde Bielefeld-Süd

Ein halbes Jahr Ev. Kirchengemeinde Bielefeld-Süd

Ein halbes Jahr Ev. Kirchengemeinde Bielefeld-Süd

# Aktuelles

Ein halbes Jahr Ev. Kirchengemeinde Bielefeld-Süd

Seit dem 01.01.26 bilden die fünf ehemaligen Gemeinden im Bielefelder Süden und der ehemalige Verband Brackwede die Ev. Kirchengemeinde Bielefeld-Süd. Was wurde bisher erreicht? Woran wird gearbeitet? Was geschieht in Zukunft?

Neue Strukturen – eine Gemeinde, viele Orte

Mit der Gemeindeleitung gibt es nur noch ein gemeinsames Leitungsgremium. Sie ist bis zur nächsten Kirchenwahl 2028 im Amt. Die Gemeindeleitung ist paritätisch mit je drei Mitgliedern aus den fünf Gemeindeteilen besetzt. Hinzu kommen fünf Personen aus dem Pastoralteam. Vorsitzender der Gemeindeleitung wie auch des geschäftsführenden Ausschusses ist Pfarrer Volker Gravemeier.

Unterstützend wurden vier Fachausschüsse eingerichtet – für Finanz- und Bauangelegenheiten, Kinder und Jugend, Kirchenmusik sowie Friedhofsangelegenheiten. Zudem gibt es in den Gemeindeteilen jeweils einen Standortausschuss, der die Verantwortung für das Gemeindeleben vor Ort trägt. Für bestimmte, alle betreffende Aufgaben wie etwa die Öffentlichkeitsarbeit haben sich Arbeitsgruppen gebildet.

Das Pastoralteam arbeitet in zwei Regionen: 1. Quelle / Brackwede / Ummeln, 2. Senne / Sennestadt. Inzwischen wird dort bereits vieles gemeinsam verantwortet – z.B. bei den Gottesdiensten oder in der Arbeit mit Konfirmand:innen. Darüber hinaus gibt es überregionale Projekte und Angebote – z.B. einen Glaubenskurs, die Jugendfreizeit nach Norwegen oder gesamtgemeindliche Gottesdienste.

Vereinheitlichte Standards

Die Abläufe und die Ausstattung in den Gemeindeteilen waren zum Teil sehr unter-schiedlich. Arbeitszeiterfassung, Urlaubsanträge, IT-Ausstattung, Schutzkonzepte zur Prävention sexualisierter Gewalt, Gefährdungsbeurteilungen … – all das musste und muss noch zusammengeführt werden. Die Einführung des Verwaltungstools „Churchdesk“ ist in vollem Gange und vereinfacht erheblich die interne Kommunikation.

Büroorganisation

Inzwischen wurde ein Konzept für die Büroorganisation beschlossen, das jetzt Stück für Stück umgesetzt wird. Künftig arbeiten die Sekretärinnen im „Back-Office“ (am Standort Brackwede) und im „Front-Office“ (an allen Standorten). Im „Back-Office“ werden alle zentralen Aufgaben bearbeitet, im „Front-Office“ alles im Zusammenhang mit Publikumsverkehr. Die Friedhofsverwaltung bleibt in Ummeln. Zur Koordination der Aufgaben wurde eine Büroleitung installiert. Unter den Sekretärinnen wird es für bestimmte Aufgaben „Expertinnen“ geben – z.B. für Kirchbuchführung, Rechnungswesen, Posteingang/-ausgang oder…
Dockingstationen werden das standortübergreifende Arbeiten im Verwaltungsbereich ermöglichen. Es wurde ein Organisationshandbuch angelegt, um Unklarheiten in den Abläufen zu beseitigen und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter:innen zu erleichtern; die Dateiablage wird strukturiert und vereinheitlicht.

Kinder- und Jugendarbeit

Für unsere Kinder- und Jugendarbeit läuft seit Frühjahr 2026 ein strukturierter Konzeptionsprozess. Die Steuerungsgruppe wird von Burkhard vom Schemm (Amt für Jugendarbeit der EKvW), Jugendreferentin Anne Kralemann und Pfarrerin Nicole Hoffmann koordiniert. Der Prozess ist bis Frühjahr 2027 angelegt. Ziel des Prozesses ist zum einen die Erarbeitung einer Konzeption der Kinder- und Jugendarbeit, die direkt umgesetzt werden kann, und zum anderen die Gründung einer Kinder- und Jugendvertretung (KJV) für die Kirchengemeinde. Zur Steuerungsgruppe gehören 17 Personen, darunter die drei Jugendreferent:innen und Mitglieder des Pastoralteams sowie der Gemeindeleitung. Den größten Anteil bilden Jugendliche und junge Erwachsene.

In den bisherigen Treffen wurde die Grundstruktur des Prozesses, der Weg zur Konzeption und der aktuelle Stand beraten. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Beteiligung von Jugendlichen. Mehrere Prozesse laufen nun parallel in Kleingruppen, u.a. die Erarbeitung einer Geschäftsordnung für die KJV, die Öffentlichkeitsarbeit und die Beteiligung von Kindern am Prozess. Die nächste große Wegmarke ist der Großgruppentag am 11. Oktober 2026 in Quelle. Dort soll die Kinder- und Jugendvertretung gegründet werden. Gleichzeitig beginnt mit möglichst vielen Jugendlichen die inhaltliche Arbeit an der Konzeption. Parallel wird ein eigener Prozess zur Kinderbeteiligung vorbereitet.

Kirchenmusik

Der Fachausschuss Kirchenmusik plant einen ähnlichen Prozess, ist aber noch bei den Vorüberlegungen und führt aktuell eine Bestandsaufnahme durch.

Öffentlichkeitsarbeit

Homepage

Seit geraumer Zeit ist unsere neue Homepage www.evangelisch-bielefeld-sued.de online und wird stetig ausgebaut.

Social media

Wir sind in den sozialen Medien aktiv (Instagram und Facebook).

Logo und corporate design

Es wurde ein neues gemeinsames Logo eingeführt; das äußere Erscheinungsbild (corporate design) wird stetig verbessert.

Gemeindebrief

Der erste gemeinsame Gemeindebrief unserer neuen Gemeinde ist für Ende August 2026 geplant, so dass er idealerweise in der ersten Septemberwoche überall angekommen ist. Diese erste Ausgabe soll bewusst als Infobroschüre bzw. „Gemeindelotse“ gestaltet werden. Sie soll helfen, sich in der neuen Großgemeinde zurechtzufinden – mit Informationen zu den neuen Strukturen, den Standorten, wichtigen Kontakten, An-geboten und Hinweisen zur Homepage.

Der neue Gemeindebrief soll auch äußerlich den Neuanfang sichtbar machen. Geplant sind ein neues quadratisches Format und ein herausnehmbarer Gottesdienstplan in der Heftmitte. Für die erste Ausgabe sind 40 Seiten plus Einleger vorgesehen.

Die nächste Ausgabe erscheint dann bereits zum Advent, als erste „normale“ Ausgabe.

Gemeindeversammlung

Am Montag, den 21. September soll es um 19.00 Uhr in Brackwede eine gesamtgemeindliche Versammlung mit Vorstellung aktueller Informationen und anschließen-dem netten Beisammensein geben.

Zukunftsprozess

Nach der Auftaktsitzung im Juli startet ab September der Zukunftsprozess unserer neunen Gemeinde. Darin geht es um die (Neu-)Aufstellung unserer zentralen Aufgabenfelder – bzw. Entscheidungen über Gottesdienste (Wo? Wann? Wie oft? In welchen Formaten?), über Kirchenmusik, über eine Gebäudestrategie, über die Arbeit mit Senior:innen, Kindern und Jugendlichen, über …

Wir möchten klären, wie wir uns als Gesamtgemeinde verstehen.

Wir möchten klare Vorstellungen davon entwickeln, wie wir 2030, 2035 oder 2040 unsere Arbeit gestalten.

Wir möchten klären, wie viele Gebäude und wie viel Personal wir in Zukunft benötigen – und aufgrund des langen Vorlaufs Schritte festlegen, um dieses Soll zu erreichen.

Diakonie

Gemeinsam mit unserer Diakonie sind wir in Gesprächen über die Entwicklung unserer Pflegeimmobilien (Johann-Heermann-Haus und Ernst-Barlach-Haus).

Kitas

Im Kirchenkreis sind wir Teil eines Prozesses zur Errichtung einer neuen Trägerstruktur für unsere Kitas.

Vieles wurde im letzten halben Jahr bewegt, viel mehr liegt noch vor uns. Gehen wir´s an! „Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2. Timotheus 1,7)

Pfarrer Volker Gravemeier

(Vorsitzender der Gemeindeleitung)

© EKBS

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